Aus dem Bereich Wissen

Calvins Ethik: Für Gott ist es unmöglich, nicht barmherzig zu sein
Von Eberhard Busch
Miteinander statt Konkurrenzdenken, soziale statt individualistische Humanität, die Fremden als Geschwister zu erkennen, fordert Calvin.



Gott

Was glauben wir von Gott?

Gott hat seinen Parkplatz oberhalb von Latsch, CH (46°38'10.88"N, 9°45'1.37"E)

Alle Christen glauben an Gott. Darin, wie sie das tun, gibt es allerdings Unterschiede: Was trauen wir Gott zu? Für wie gut, mächtig und nah halten wir ihn?

Mit den folgenden Zitaten sollen vor allem die Themen aufgezeigt werden, die um den Glauben an Gott diskutiert werden:

Gott, der Unbegreifliche.
"Wenn wir Christen von 'Gott' reden, dann dürfen und müssen wir uns klar machen, dass dieses Wort zum vornherein das grundsätzlich Andere, die grundsätzliche Befreiung von jener ganzen Welt des Suchens, Vermutens, Wähnens, Dichtens und Spekulierens bedeutet." (Karl Barth, Dogmatik im Grundriss, 40)

Gott, der Vater.
Die Bezeichnung Gottes als 'Vater' ist vor allem dadurch entstanden, dass es mit Jesus einen 'Sohn' Gottes gab. Sie wird häufig auch mit der vergleichbaren bedingungslosen Liebe von Eltern zu ihren Kindern begründet. Dies wird - insbesondere von der feministischen Theologie - mit dem Hinweis auf Kindesmissbrauchsfälle als unangemessen abgelehnt.

Gott, der Schöpfer.
"Zusammenfassend gilt: Dies ist die Quelle unserer Religion, dass wir erkennen: Gott ist der ungeschaffene Schöpfer aller Dinge, und alles, was jener als einziger und allein besitzt, schenkt er umsonst." (Ulrich Zwingli)

Gott, der Erwähler.
"Es bleibt ein besonderes Vorrecht, das sich Gott selber vorbehalten hat, zu erkennen, wer die Seinigen sind ... Menschen, die weder ihn noch sich selber kennen, die kennt er und hat er mit seinem Zeichen versehen. Und aus der Zahl derer, die öffentlich sein Zeichen tragen, schauen allein seine Augen die, die ohne Heuchelei heilig sind und die — was schließlich das Hauptstück unseres Heils ist! — bis zum Ende beharren werden." (Johannes Calvin)

Gott, der Dreieine.
"Gott ist der, der uns liebt (der "Vater"), der, in dem er uns liebt (der "Sohn"), und der, durch den er uns zu von Gott Geliebten macht (Heiliger Geist)." (Eberhard Busch, Credo, 102)


Georg Rieger
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Magdalene L. Frettlöh: Gott Gewicht geben
Eine Laudatio von Regine Munz

Zur Preisverleihung des Marga-Bührig-Preises an Magdalene L. Frettlöh für ihr Buch "Gott Gewicht geben" hielt Regine Munz die Preisrede. Die Laudatio eröffnet einen ersten Einblick in das preisgekrönte Buch.
Regine Munz, Preisrede für: Magdalene L. Frettlöh, Gott Gewicht geben - als WORD-Datei zum Download

Gott dient den Menschen - die Menschen dienen Gott
Von Michael Beintker

Im Gottesdienst treffen zwei Bewegungen des Dienens zusammen: ein Dienen Gottes und ein Dienen der Gemeinde, die Gottesdienst feiert.


Drei in eins - warum eigentlich?
Predigt über die Dreieinigkeit Gottes von Georg Rieger

Die Rede vom dreieinigen Gott muss in den Gemeinden entstanden sein und sich selbst erklärt haben. Diese Errungenschaft gilt es zu bewahren, nicht die verschraubten Formulierungen der Konzile.
Wir beten zu dir, allmächtiger Gott
Die Verantwortung Gottes für Leid und Tod

Wir können uns nicht vorstellen, dass Gott für Grausamkeiten und sinnlose Tode verantwortlich ist. Aber kann es denn sein, dass Gott nicht eingreifen kann? Warum beten wir ihn dann um Hilfe an? Oder tut er es aus Berechnung nicht? Warum bezeichnen wir ihn dann als den 'lieben' Gott?
Zur Trinitatis: Fragment einer Predigt zur Drei-Einigkeit von Vater, Sohn und Heiliger Geist
von Manuel Goldmann
''Zwischen Bekenntnisformel und Arkandisziplin'' – neue Ansätze in der Trinitätslehre
von Manuel Goldmann
Theologisch auskunftsfähig werden
Vollkonferenz begrüßt Votum zum Personsein Gottes

UEK. Die Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat das Votum des Theologischen Ausschusses „Mit Gott reden – von Gott reden. Das Personsein des dreieinigen Gottes“ den Kirchen und Gemeinden „zur Kenntnisnahme und Weitergabe“ empfohlen.
Erinnern und Gedenken - 27. Januar - 9. November
Nach Gott fragen und klagen

"Bewahre deine Seele gut, dass du nicht vergisst" (5. Mose 4,9). Die Aufforderung: Erinnere dich! ist ein biblischer Ruf. Der Gedenktag 27. Januar ist somit auch für reformierte Gemeinden ein besonderer Tag, den Opfern des Nationalsozialismus zu gedenken. Predigthilfen, Gottesdienstentwürfe und Texte, die sich der Frage stellen: Wo war Gott in Auschwitz? hier auf reformiert-info.
Atheismus – eine notwendige Konsequenz moderner Naturwissenschaft?
Von Christian Link, Bochum

Dem „kurzschlüssigen Atheismus“ eines Richard Dawkins zum Trotz verweist Link auf den biblischen Gott. In der Tat eigne sich dieser nicht als „Lückenbüßer“, wo naturwissenschaftliche Erkenntnis an ihre Grenzen stoße. Vielmehr sei die Welt als Schöpfung hineingenommen in eine Wahrheit, die sie „jederzeit mehr sein lässt als bloße Natur“. Gott als das „Ursprungsgeheimnis der Welt“ (Link) offenbart sich, so Calvin, „im ganzen Gebäude der Welt“.
Michael Weinrich: Wir sind aber Menschen
Von der möglichen Unmöglichkeit, von Gott zu reden

Wir Menschen wissen von uns aus nicht, von Gott zu reden. Gott selbst muss die Initiative ergreifen, Menschen beauftragen, von ihm zu erzählen. Und wir beginnen schon zu reden, während wir noch auf das Hören angewiesen sind.
Wo war Gott in Buchenwald?
Magdalene L. Frettlöh, Magdeburg

Solange der auferweckte Gekreuzigte Gott mit der Frage konfrontiert: Warum? - Warum lässt Du dies Leid zu? hat auch unsere Frage ihren Ort in Gott selbst: »Wo warst du, Gott, in Buchenwald?«
Trinitätslehre und interreligiöser Dialog
Von Eberhard Busch

Lutherische Polemik stellte die Reformierten einst zu Muslimen und Juden: „Calvinus judaizans, hieß das einst: 'der judaisierende Calvin'. Sie haben sich dieses Vorwurfs nicht zu schämen. Sie haben aber Auskunft zu geben, inwiefern wir mit der älteren reformierten Dogmatik zwar nicht den Menschen Jesus mit Gott zu identifizieren, aber zu bekennen haben, daß Gott sich mit diesem Menschen ineinsgesetzt hat, nicht nur verbündet wie mit ganz Israel.“
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