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Aus dem Bereich Wissen
Von Eberhard Busch
Miteinander statt Konkurrenzdenken, soziale statt individualistische Humanität, die Fremden als Geschwister zu erkennen, fordert Calvin.
Die Lehre der Vorbestimmung (Prädestination) ist keine reformierte Erfindung, hat aber in der Theologie - insbesondere Calvins - eine bedeutende Rolle. Und ist höchst umstritten.
Bei der Prädestination (lat. praedestinatio, griechische προοριζειν: Vorherbestimmung) handelt es sich um die Vorstellung, dass das Schicksal eines Menschen im Bezug zum Heil allein von Gott bestimmt wird. Die Eigenschaft von Gott "erwählt" oder "verworfen" zu sein, hängt somit nicht etwa vom Handeln oder Glauben einer Person ab, sondern nur von der persönlichen Entscheidung Gottes.
Die erste ausführliche Prädestinationslehre entwickelte Augustinus. Dass das Schicksal eines Menschen vorherbestimmt ist, entlastet ihn, sich das Heil durch gute Taten erarbeiten zu müssen. Die Vorstellung von der Vorherbestimmung ist somit eine Fortschreibung der Rechtfertigungslehre (Lehre von der Gnade Gottes, die jedem Menschen zuteil wird), die von den Reformatoren einmütig vertreten wird. Umstrittener ist daher auch die von Calvin vertretene doppelte Prädestination, die auch die Verdammnis eines Teils der Menschen als unumkehrbar von Gott beschlossen annimmt.
Georg Rieger
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Zur Prädestinationslehre bei Johannes Calvin, Karl Barth und darüber hinaus
von Andreas Pangritz, Bonn Prädestination, Erwählung, Verwerfung, "doppelte Prädestination" bei Johannes Calvin, Karl Barth und Friedrich-Wilhelm Marquardt |
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Die Lehre von der Prädestination - die Erwählungslehre
Ein Überblick von Johannes Calvin über Karl Barth bis Letty Russell. Von Margit Ernst-Habib Wohl kaum eine andere theologische Lehre ist durch die Jahrhunderte hindurch als für die reformierte Tradition so charakteristisch verstanden worden; wohl kaum eine andere Lehre ist – außerhalb und innerhalb – der reformierten Tradition so oft verzeichnet, missverstanden oder karikiert worden wie die Lehre von Gottes Erwählung oder Prädestination. |
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Der Herr behütet deine Ausgang und Eingang
Psalm 121, 7+8 Die Prädestinationslehre wird Thema anlässlich der Taufe eines körperlich und geistig stark behinderten Kindes |
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Die Lehre von der Prädestination: Römer 8, 26-39
Predigt von Dietrich Neuhaus, Frankfurt/M Die Lehre von der Erwählung ist ''himmlische Ruhe'', die Rede von der Verdammnis ist ''ein Wutschrei von denen in der Grube in das Angesicht ihrer Peiniger''. Viele von denen im ''Mini-Guantanamo'', in den Flüchtlingsunterkünften auf dem Frankfurter Flughafen, sind ''reif'' für ''die reformierte Erwählungstheologie in ihrer doppelten Gestalt'' als ''freche und trotzige Summe'' des Evangeliums. |
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Calvin und Hobbes in der Seifenkiste oder: Der Gedanke der Erwählung tut gut
Eine Andacht von Gisela Ebmer, St. Pölten Das Evangelische Wort, Sonntag, 11. 01. 2009, 6.55 Uhr - 7.00 Uhr Österreich 1 - online auf www.religion.orf.at. Eine Andacht zum Calvinjahr: Calvin und Hobbes, doppelte Erwählung und der Genfer Reformator Johannes Calvin |
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Bertold Klappert: Die Rezeption der Theologie Calvins in Karl Barths Kirchlicher Dogmatik (I)
Einige vorläufige Überlegungen zu Barth als Schüler Calvins Calvin war der Reformator, mit dem Barth am ehesten in Beziehung gesetzt werden wollte, allerdings mit „Abweichungen“. Diese sieht Klappert vor allem im Verständnis der Prädestination / Erwählungslehre. Gemeinsamkeiten der beiden Theologen finden sich in ihren Entwürfen einer „gesamtbiblischen Theologie“, ihrer Schülerschaft Martin Luthers und ihrem Wirken als „ökumenische Theologen“. |
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Calvinismus und Kapitalismus
Anmerkungen zur Prädestinationslehre Calvins. Von Dieter Schellong Eine radikale Enthmythologisierung der These Max Webers. Fragwürdig sei schon die Rede vom „Geist“ des Kapitalismus, fragwürdig des weiteren die Quellen, auf die Weber sich beruft. So war der presbyterianische Prediger Richard Baxter kein entschiedener Prediger der Prädestinationslehre, der ebenfalls zitierte Philipp Jakob Spener kein „Calvinist“ und Benjamin Franklins „Buchführung über Tugendfortschritte“ war nicht religiös. Der für Weber so entscheidende Begriff der „Bewährung“ spielt im Calvinismus eine genauso geringe Rolle wie sonst in der Theologie ...u.a.m. |
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Die Prädestination
Von Léopold Schümmer, Brüssel Der erwählte Gläubige, der in aller Ruhe in der Vorhersehung Gottes lebt, fürchtet nichts und niemanden, denn er weiss, dass nichts den allmächtigen Herrn daran hindern wird, die Geschichte zu ihrem Abschluss, das heisst zur endgültigen Wiederherstellung zu bringen, und sie ins ewige Reich seines Sohnes zu führen." |
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''Wie kann ich denn wissen, ob ich gerettet oder verdammt bin?''
Johannes Calvin antwortet In seiner 1551 verfassten und 1562 gedruckten Schrift ''Von der ewigen Erwählung Gottes'' antwortet Calvin auf die Frage, wie ein Mensch im Glauben Gewissheit darüber haben kann, erwählt zu sein. |
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Prädestination - reformiertes ''Zentraldogma''?
Zur Auseinandersetzung mit Max Webers These über den Zusammenhang von Calvinismus und Kapitalismus Tagebuchaufzeichnungen reformierter 'Puritaner' aus dem 17. Jahrhhundert widerlegen die popularisierte Max-Weber-These. Calvinisten schufteten nicht aus Angst, verworfen zu sein. Von Frank Jehle, St. Gallen |












