Aus dem Bereich Wissen

Calvins Ethik: Für Gott ist es unmöglich, nicht barmherzig zu sein
Von Eberhard Busch
Miteinander statt Konkurrenzdenken, soziale statt individualistische Humanität, die Fremden als Geschwister zu erkennen, fordert Calvin.



Heiliger Geist

Der Geist Gottes öffnet uns für den Glauben und schenkt neues Leben.

Der Heilige Geist ist der Atem Gottes. Er belebt, bewegt, befreit. Er macht "trunken" – von Gott. Er schenkt den Glauben. Am Pfingstag erfüllte der Geist Gottes unter einem "Brausen vom Himmel" die Jünger Jesu. Sie fingen an "zu predigen in anderen Sprachen". Und schon kamen die Spötter und sprachen: "Sie sind voll von süßem Wein" (Apg 2).

"Der Heilige Geist ist keine Zimmerlinde, vielmehr vergleicht die Schrift ihn mit dem Winde." (Kurt Marti 2000). In den biblischen Wörtern für Geist, "ruach" und "pneuma", klingen "Wind", "Atem", "Hauch". Bewegungen und Leben:

"Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser." (1. Mose 1,2). – "Wohin soll ich gehen vor deinem Geist ...?" (Psalm 139,7). – "Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten." (Joh 4,24).

"Gott ist Geist" und "Der Geist weht, wo er will" (vgl. Joh 3,8) – das ist die Freiheit Gottes. Doch diese Freiheit Gottes in seinem Geist ist nicht zu verwechseln mit Willkür. Der Geist Gottes ist der Geist des Gottes Israels und der Geist Jesu Christi, der Geist, der sein Volk aus dem Sklavenhaus Ägyptens befreit und die Gebote schenkt, der Geist, der Tote auferweckt.

Den Geist Gottes nennt alte christliche Tradition den Heiligen Geist. "Heilig" heißt: "reserviert für Gott" (Eberhard Busch).


Barbara Schenck
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Was ist und was tut der Heilige Geist?
Wichtige Textstellen und Zitate zur Theologie des Heiligen Geistes

Im Heiligen Geist kommt Gott zu uns und kommen wir zu Gott. Das ist pure Gnade. Gott kommt von sich aus, aus sich heraus, um in uns den Glauben zu wirken – ohne dass wir etwas dazu tun könnten.

Römer 8, 26-30 (Exaudi)
Das Glaubenswissen: Nichtwissen und Orientierungswissen. Von Wilhelm Hüffmeier, Berlin. Predigt auf dem Karl Barth Symposion vom 1. bis 4. Mai 2008 in Emden.



Pfingsten - Begeisterung
''Geistlehre für die Zeit nach der Entgeisterung der Neuzeit''
Heiliger Geist, wer bist du bloss?
Drei Pfarrer antworten der Evangelisch.reformierten Zeitung für die deutsche und rätoromanische Schweiz

''In Lukas 11, 20 ist von Jesus der Satz überliefert: «Wenn ich mit dem Finger Gottes Dämonen austreibe, ist das Reich Gottes mitten unter euch.» Er versprach seinen Jüngern, dass sie mit einer «Kraft von Oben» begleitet würden, wenn er nicht mehr bei ihnen ist. Und so verstehe ich den Heiligen Geist als den Finger Gottes, der heute in unserer Welt Dämonen austreibt; Neid, Gier, Rassismus, Angstmacherei und die Doktrin des Wirtschaftswachstums.'' - Stefan Mayer auf reformiert.info
Calvins Theologie des Heiligen Geistes
Von Michael Beintker, Münster

Vorlesung, gehalten am 26. August 2008 auf der Reformierten Sommeruniversität in Apeldoorn.
Der Heilige Geist als Geist Jesu Christi
Zur aktuellen Bedeutung der Pneumatologie Karl Barths. Von Wolf Krötke
Pfingsten - biblisch, theologisch, kulturell
Eine Linksammlung

Internetseiten zu Pfingsten - einige Hinweise auf Texte im unermesslichen weltweiten Netz.
Der Heilige Geist bei Calvin
Von Marc Vial.

Die Frage des Heiligen Geistes nimmt in Calvins Denken eine zentrale Stellung ein.

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