Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Ehe

Die Tatsache, dass Gott die Menschen als Frauen und Männer sich hat entwickeln lassen, reicht als Indiz nicht aus.
Immer wieder wird gesagt oder suggeriert, die Ehe sei eine von Gott eingesetzte Institution, der die Gläubigen zur Treue verpflichtet seien. Tatsächlich haben sich die Vorstellungen von einer guten Ehe in den Jahrhunderten und Jahrtausenden komplett verändert, so dass die Frage erlaubt sein muss: Was will Gott eigentlich von uns Menschen?
von Johannes Calvin
''In zwei Hauptgedanken faßt Christus das ganze Thema zusammen: Die Ordnung der Schöpfung müsse als Gesetz gelten; nach ihr hat ein Mann seiner Ehefrau das ganze Leben Treue zu halten. Die Ehescheidungen aber seien gestattet, nicht weil sie etwa erlaubt wären, sondern weil man es mit einem starrköpfigen, unbelehrbaren Volk zu tun hatte.''
Du sollst nicht ehebrechen!
"Wir müssen das Gebot zurückholen, um unsretwillen, um der Fülle des Lebens, um unserer Hoffnung auf Unverbrüchlichkeit willen. Wir müssen es zurückholen als Grenze gegen die Einbrüche, Ausbrüche und Abbrüche." - von Ilka Werner
Ein weiterer (letzter) Einwurf in die hitzige Diskussion - Mittwochs-Kolummne von Georg Rieger
Die Kirchen und die protestantische Theologie sollten jetzt Klartext reden, statt den Eindruck zu erwecken, sie würden was die Ehe angeht von der Realität vor sich her getrieben.
Die EKD-Orientierungshilfe zum Thema Familie wird viel kritisiert und nur mutlos verteidigt (Mittwochs-Kolumne von G. Rieger)
Evangelikale nehmen kein Blatt vor den Mund, sehnen sich nach einem römischen Lehramt und unterstellen die Rechtfertigung von jedweder Triebbefriedigung. Aber die überwiegend auf wortwörtlichem Bibelverständnis fußende Kritik bleibt seltsam unwidersprochen.
Diesmal: aus biblischer Sicht
Impulsreferat von Jürgen Ebach
Eine göttliche Ordnung? Ein Auslaufmodell?
Wie in anderen Fragen auch, sind die Regeln, die wir in der Bibel zum Thema Ehe (und Beziehung) lesen, immer auf den Schutz des bzw. der Schwächeren bedacht.
Auf der Suche nach gemeinschaftsgerechten Lebensformen
"Die christliche Freiheit erlaubt uns Lebensformen zu ändern, wo das Zusammenleben der Menschen solche Wandlung erfordert." - von Dr. Jochen Denker
 

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