Aus dem Bereich Wissen

Calvins Ethik: Für Gott ist es unmöglich, nicht barmherzig zu sein
Von Eberhard Busch
Miteinander statt Konkurrenzdenken, soziale statt individualistische Humanität, die Fremden als Geschwister zu erkennen, fordert Calvin.




Ethik

Das Richtige tun

In der reformierten Tradition spielt das richtige Handeln der Gläubigen eine wichtige Rolle. Nicht, um sich etwas bei Gott zu verdienen, sondern aus Dankbarkeit für den geschenkten Glauben sollen wir nach dem Willen Gottes handeln.

Die Einsicht, was genau Gott von uns Menschen will, ist den Reformierten freilich auch nicht in die Wiege gelegt. Es ist ein immer spannungsvoller Prozess, das jeweils Richtige herauszufinden - letzte Gewissheit kann es nie geben. In den Jahrhunderten nach der Reformation war von dieser Unsicherheit freilich oft nicht viel zu spüren: Verzicht auf alles Lustvolle und ein möglichst bescheidenes Leben galten als "gottgefällig" und wurden durch ein hohes Maß an sozialem Druck allen als Lebensform auferlegt.
In der jüngeren Geschichte waren die Reformierten dagegen oft die mutigeren Kämpfer gegen Bevormundung durch den Staat (insbesondere zur Zeit des Dritten Reiches) und engagiert für Frieden und soziale Gerechtigkeit.


Georg Rieger
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Menschenrechte – immer noch eine Aufgabe für die Kirche!
Bericht von der ersten Tagung der neugegründeten ''Plattform Menschenrechte im Raum der Evangelischen Kirche in Deutschland''

von Mechthild Gunkel, Friedensbeauftragte des Reformierten Bundes
''Wir haben nicht das Recht, Menschen zum Leben oder Weiterleben zu zwingen''
Professor Dr. Körtner referierte über ''Zeit zu leben – Zeit zu sterben''

Die Tötung auf Verlangen lasse sich christlich nicht rechtfertigen, Therapieverzicht oder der Abbruch medizinischer Behandlung sei hingegen nicht nur ethisch akzeptabel, sondern manchmal geboten, erklärte Professor Dr. Ulrich Körtner von der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. „Weder aus rechtlicher noch auch christlicher Sicht haben wir das Recht, andere Menschen zum Leben oder Weiterleben zu zwingen, auch wenn wir alles dafür tun und ihnen helfen sollen, die kostbare und einmalige Gabe des Lebens zu achten“, so Körtner.
Der Protestantismus schweigt beredt zur Occupy-Bewegung
''Königin ohne Land'' - ein Beitrag von Franz Segbers auf zeitzeichen.net

Warum verhält sich die evangelische Kirche gegenüber der Occupy-Bewegung wie eine Zuschauerin, fragt der Marburger Sozialethiker Franz Segbers. Seine These in Kürze: Das Pluralismuskonzept evangelischer Ethik zeigt seine Schwäche, wenn in sozialen Fragen eine klare Stellungnahme gefordert ist.
Die ''religiöse Flanke'' von Menschenwürde und Menschenrechten
Gedanken zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2011, dem Vorabend des 3. Advents

Von Barbara Schenck
ÖRK: Friedensbotschaft beendet Konvokation, aber die Arbeit fängt erst an
Friede in der Gemeinschaft, Friede mit der Erde, Friede in der Wirtschaft und Friede zwischen den Völkern

Die Teilnehmenden an der Internationalen ökumenischen Friedenskonvokation (IöFK) haben am Dienstag (24.5.2011) eine Botschaft veröffentlicht, in der sie über ihre gemeinsame einwöchige Erfahrung der Erkundung eines gerechten Friedens sprechen und den künftigen Weg skizzieren, bevor sie wieder in ihre Heimat und Kirchen in aller Welt zurückkehren.
Waren wir nicht mal eine friedensbewegte Kirche?
Gedanken zu einem Fernsehgottesdienst

von Claudia Währisch-Oblau, Essen
Gerechter Frieden statt gerechtfertigter Krieg
Statt ein Schweigen der Waffen zu fordern strukturelle Gewalt in den Blick genommen

EED. Mehr als 1.000 Teilnehmende aus über 200 Mitgliedskirchen des Ökumenischen Rates der Kirchen nahmen an der am 24. Mai beendeten “Internationalen Ökumenischen Friedenskonvokation” in Jamaika teil. Mit einem Aufruf zu einem “Gerechten Frieden” statt “Rechtfertigung von Krieg” beendeten sie auch die 2001 gestartete Dekade zur Überwindung der Gewalt.
Ökologisch-soziale Marktwirtschaft
''Das große Kasino scheint immer noch nicht geschlossen''

Die andauernde Orientierung der DAX-Unternehmen am kurzfristigen Erreichen hoher oder höchster Gewinne trotz Finanzmarktkrise hat EKD-Ratsvorsitzender Nikolaus Schneider beim 2. Peterskirchen-Dialog in Heidelberg am 18. Mai 2011 kritisiert.
Sterbehilfe? - Eine Orientierungshilfe der Evangelischen Kirchen in Europa
Orientierungshilfe zur medizinischen Sterbehilfe und zur Beihilfe zum Suizid

Die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa GEKE veröffentlicht „A time to live and a time to die“, eine Orientierungshilfe zu Fragen am Lebensende, sowie parallel die Internetseite www.atimetolive.eu.
Wirtschaftliche und soziale Menschenrechte theologisch begründen
Ein Beitrag zum interreligiösen Dialog und zur ''menschengerechten Gestaltung der Globalisierung''

Das ''Bewusstsein für die Menschenrechte und ihre Durchsetzung'' will die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) fördern. Zur theologischen Begründung dieser Aufgabe hat die Landessynode im Januar 2011 ein Impulspapier beschlossen, das den Schlüssel zum Umgang mit den Menschenrechten in der Rechtstradition der Tora verankert. Der Einsatz von Christinnen und Christen für eine Verwirklichung der Menschenrechte kann sich mit dieser theologischen Begründung auch im interreligiösen Dialog bewähren.
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