Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Evangelium und Gesetz

Urteile von Luther und Calvin

Urteile von Calvin, Grey und Luther

Urteile von Luther, Bullinger, Melanchthon, Bucer und Locke

Urteile von Calvin, Zwingli, Melanchthon, Bullinger und Schütz-Zell

Die erneuerte Sicht auf die Einheit von Gnade und Gebot
In seinem Vortrag „Evangelium und Gesetz“ prägte Barth die Formel vom Gesetz als Form und der Gnade als Inhalt des Evangeliums.
von der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE)
Eine gerade veröffentlichte Studie der GEKE zu „Gesetz und Evangelium“ leistet einen Beitrag zur Entscheidungsfindung in ethischen Fragen.
Der Dekalog: reformiert - lutherisch - katholisch
Eine kurze Einführung zur Entstehung der "Zehn Gebote" und eine tabellarische Aufstellung der unterschiedlichen Zählung der Gebote in den christlichen Konfessionen
Ein Versuch zu ihrer Einordnung zwischen Luthertum, Philippismus und Calvinismus – von Daniel Kunz
Die verschiedenen reformatorischen Modelle von der Bedeutung des Gesetzes und der zu vollbringenden guten Werke. Eine dogmengeschichtliche und systematisch-theologische Analyse der verschiedenen reformierten und lutherischen Konzepte.
Das Verständnis des ''Gesetzes'' bei Johannes Calvin, Karl Barth – und darüber hinaus
von Andreas Pangritz, Bonn
Gott schenkt keine billige Gnade
Mit Gottes Zuspruch in Jesus Christus geht einher sein Anspruch auf das ganze Leben eines Menschen. Das heißt konkret: Christen können nicht Gott und dem Mammon dienen, nicht Gott und Hitler.
Was muss ich als Christ/in tun? Und welche Konsequenzen hat mein Handeln? Ist das Evangelium und die Gnade Gottes ein Freibrief? Antwort finden Christinnen und Christen im Wort Gottes.
Es ist eine der meist gestellten Frage: Was muss ich als gläubiger Mensch in dieser Situation tun? Welche Regeln gelten für mich? Wo sind die Grenzen der Toleranz? Und die andere Seite: In den Kirchen wird viel von Vergebung und von der Gnade Gottes gesprochen. Was bedeutet das aber konkret? Werden pauschal alle Sünden vergeben? Was hilft es dann überhaupt, das Richtige zu tun?
Erst sagt Gott Ja zu uns, dann zeigt er seine Weisungen zum Leben.
Eine alte Tradition neu entdeckt
Das Wort Gottes zu verstehen als „Gesetz“ und „Gnade“ ist alte kirchliche Tradition: „Das Gesetz ist gegeben, damit die Gnade gesucht werde, die Gnade ist gegeben, damit das Gesetz erfüllt werde“, schrieb der Kirchenvater Augustin (354-430). Die Reformatoren entdeckten von neuem das Wort Gottes als Gesetz und Evangelium, als Gebot und Gottes Gnade in Jesus Christus.
 

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