Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Islam

Christlich-muslimisches Gespräch - Informationen zum Islam in Deutschland - Material für religiöse Feiern von Christen und Muslimen

Ein Impulspapier der Konferenz für Islamfragen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) - Juni 2016
Die reformatorischen Sichtweisen auf den Islam im 16. Jahrhundert skizziert ein neues Impulspapier der EKD. Unter den Reformatoren wird ausdrücklich Johannes Calvin hervorgehoben als derjenige, der anders als Luther oder Bullinger den Islam und die Muslime nicht moralisch abwertete als Feinde, sondern sich theologisch mit dem Koran auseinandersetzte:
Arbeitshilfe zum christlich-muslimischen Gespräch
Mit einer neuen Arbeitshilfe regt die rheinische Kirche das Gespräch über die christlich-muslimischen Beziehungen an. Gemeinsames Engagement für eine friedliche Gesellschaft aus dem eigenen Glauben heraus ist eine der Grundlagen des Papiers.
Religions- und Missionswissenschaftler hofft auf islamische Reformkräfte
Zur These, der Islam brauche eine Reformation, ist derzeit vieles zu hören und zu lesen. Nicht allein im Zusammenhang mit islamistischen Terroranschlägen, sondern auch im Umfeld migrationspolitischer Debatten wird die Frage nach der Reformbedürftigkeit des Islam immer wieder diskutiert. Eng verbunden hiermit ist die Frage der Auslegung heiliger Schriften wie Koran und Bibel gleichermaßen.
Herausgegeben von der Evangelischen Kirche in Deutschland und dem Koordinationsrat der Muslime
online zum Download
Ramadan Mubarak: Gemeinsames Grußwort der Kirchen zum Ramadan
Die drei evangelischen Landeskirchen und fünf katholischen Bistümer in Nordrhein-Westfalen haben sich zum muslimischen Fastenmonat Ramadan auch in diesem Jahr wieder mit einer gemeinsamen Grußbotschaft an die Muslime gewandt. Darin riefen sie dazu auf, dem in Teilen der Gesellschaft vorhandenen Desinteresse am interreligiösen Dialog – und der daraus resultierenden Unkenntnis – gemeinsam entgegenzuwirken. Nur so könne verhindert werden, dass Menschen für extremistische Weltanschauungen oder religiösen Fundamentalismus anfällig würden.
Grußwort des EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider zum Ramadan
EKD. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, sieht im Einsatz für die Religionsfreiheit eine wichtige gemeinsame Aufgabe von Christen und Muslimen. In seinem Grußwort zum muslimischen Fastenmonat Ramadan, das am 8. Juli an die Moscheevereine übermittelt wurde, schreibt Schneider: „Unser aller Aufgabe besteht darin, dabei mitzuhelfen, dass diese staatlich garantierte Religionsfreiheit auch im täglichen Zusammenleben immer wieder neu Gestalt annimmt und auch im Fühlen, Denken und Handeln der Menschen ihren Platz findet.“
wünscht Dr. Peter Bukowski, Moderator des Reformierten Bundes
Gottes Segen für die Zeit des Fastens wünscht Peter Bukowski den Musliminnen und Muslimen in Deutschland zu Beginn des Monats Ramadan am 9. Juli.
Ein Impulspapier der Konferenz für Islamfragen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) - Fachtagung am 5. November 2013
Die Konferenz für Islamfragen der EKD (KIF) hat im Themenjahr "Reformation und Toleranz" ein Impulspapier veröffentlicht, das sich weitgehend mit dem Verhältnis Luthers zum Islam beschäftigt. Am Ende des Textes werden jedoch Anregungen und Fragestellungen für eine Auseinandersetzung mit dem Thema "Reformation und Islam" formuliert, die die Perspektive deutlich öffnen, auch andere Reformatoren und ihre Einstellung zum Islam zu untersuchen.
Mouhanad Khorchide, Professor für islamische Religionspädagogik in Münster, zur Würde des Menschen:
Gott hat "dem Menschen beide Möglichkeiten offengelassen: sich für das Gute oder das Schlechte zu entscheiden ... Gerade dieser Umstand, dass Gott eine freie Entscheidung des Menschen für sich wünscht, ist ein Zeichen seiner Würdigung des Menschen."
Eine Frage, bei der es ''um die Israeltheologie insgesamt und um ihre Beziehung zur Theologie der Religionen'' geht, so Professor Dr. Reinhold Bernhardt, Basel. Dabei entwirft er eine "erneuerte" Bundestheologie für denTrialog zwischen Juden, Christen und Muslimen.
Ein klares Nein zur christlichen Mission unter Juden hat die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) bereits 1980 formuliert und 2008 noch einmal bekräftigt: Es gibt "keine biblische Legitimation für eine heidenchristliche Judenmission mit dem Ziel der Bekehrung der Juden zu Jesus Christus und zur Taufe". Doch was für Konsequenzen hat diese theologische Erkenntnis einer Kirche, die sich selbst als "missionarische Volkskirche" versteht, für das Gespräch mit dem Islam?
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