Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Frieden - Friedensethik - Frieden schaffen

Gerechter Friede - Gottes Friede - Friedensverantwortung der Kirche

Noahs Arche (Detail), Kirchenfenster von Hans Acker (1430); Foto: Joachim Köhler

Neue Chancen schaffen für eine Welt ohne Atomwaffen

EKD. Gemeinsame Erklärung des Friedensbeauftragten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, und des Präsidenten der deutschen Sektion von pax christi, Bischof Heinz Josef Algermissen:
von Sabine Dreßler

''Müssen wir glauben, dass unsere Freiheit am Hindukusch verteidigt wird?''
10. März, 20 Uhr, Vortrag von Dr. Markus A. Weingardt im forum Kirche, Hollerallee 75, Bremen

Thema des Vortrags: ''Das Friedenspotential von Religionen in politischen Gewaltkonflikten''
Nach 20 Jahren Antwort auf den ''Brief an die Kinder''

Auf der Ökumenischen Versammlung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung in Dresden 1989 schrieben die Delegierten an die Kinder, alle müssten lernen zu teilen, sich bemühen, die Natur zu bewahren und sich gegen Kriege engagieren. ''Wenn wir müde geworden sind'', schrieben die Eltern ihren Kindern und Enkeln, ''sollt Ihr an unsere Stelle treten''. Nach 20 Jahren antworten Kinder und Enkel in Erfurt.
Martin Dutzmann im Interview auf SWR2

Der evangelische Militärbischof Martin Dutzmann verlangt eine Wende zum Zivilen im deutschen Afghanistan-Engagement. Im Interview mit dem Südwestrundfunk (SWR) am 26. November sagte Dutzmann, er glaube, es wäre „eher nicht“ sinnvoll, noch mehr Soldaten an den Hindukusch zu schicken.
Plädoyer für zivile Konflikttransformation

Renke Brahms, Schriftführer der Bremischen Evangelischen Kirche und seit dem 1. Oktober Friedensbeauftragter der EKD, empfiehlt ein Buch der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden e.V.
Eine neue Friedensdenkschrift der EKD

Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) veröffentlichte am 24. Oktober 2007 die neue Denkschrift „Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen“.
Ein „Nein ohne jedes Ja“ zu Massenvernichtungswaffen

„Die Friedensfrage ist eine Bekenntnisfrage“ - erkannte der Reformierte Bund im Angesicht der atomaren Aufrüstung nach dem Zweiten Weltkrieg.
Die Welt wird nicht sicherer durch noch mehr Waffen

Die 30. Friedenskonsultation der landeskirchlichen Friedensausschüsse und christlichen Friedensdienste hat die Kirchen aufgefordert, für ein "internationales Abkommen gegen den Waffenhandel und ein Verbot der Werbung für Waffen und andere Rüstungsprodukte" einzutreten.
''Die Stunde des Freiwilligendienstes''

EKD. In einer gemeinsamen Erklärung haben der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, der evangelische Militärbischof, Martin Dutzmann, der Friedensbeauftragte des Rates der EKD, Renke Brahms, sowie der Präsident des Diakonischen Werkes der EKD, Klaus-Dieter Kottnik, zur aktuellen Debatte um die Aussetzung der Wehrpflicht Stellung bezogen.
Beim Afghanistaneinsatz fehle ein Konzept, das erkennen lasse, wann und wie der Einsatz beendet werden könne

Auf der Reformierten Konferenz in der Gemarker Kirche, Wuppertal am vergangenen Samstag (18. September) hat Militärbischof Dr. Martin Dutzmann die Erklärung der EKD zur Aussetzung der Wehrpflicht vorgestellt und dabei den Bundeswehreinsatz in Afghanistan kritisiert, meldete der epd-west. Der Aufbau der Zivilgesellschaft in Afghanistan sei zunehmend aus dem Blick geraten, so Dutzmann laut epd.
Dutzmann kritisiert neue Richtlinen zur Reform der Bundeswehr

''Zurückgezuckt'' sei er bei der Formulierung in den Richtlinien, Deutschland sei bereit, seine Sicherheit ''als Ausdruck nationalen Selbstbehauptungswillens'' zu wahren, sagte Militärbischof Martin Dutzmann gegenüber dem epd.
epd-Dokumentation 49/2011

Selig sind, die Frieden bilden. Aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der Friedenspädagogik – Sicherheitspolitik aus friedensethischer Sicht
Thesen von einer Tagung und ein Memorandum zur Weiterarbeit

von Gerd Klatt, Geiko Müller-Fahrenholz, Martin Warnecke
''Wenn du den Frieden willst, bereite den Frieden vor.''

Die 32. Friedenskonsultation der landeskirchlichen Friedensausschüsse und der christlichen Friedensdienste am 15./16. Juni 2012 befasste sich mit dem Wandel der Bundeswehr zur Einsatzarmee und den Konsequenzen für eine ökumenische Friedensethik. Die rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verabschiedeten eine Resolution zur deutschen Außen- und Sicherheitspolitik. Nach Beendigung des Afghanistan-Krieges solle sich die Strategie der Bundeswehr Friedensgebot des deutschen Grundgesetzes ausrichten.
von Lothar Brock

Die Denkfigur des "gerechten Friedens" hat die EKD 2007 in ihrer Friedensdenkschrift der Lehre vom "gerechten Krieg" entgegengestellt. Die Rede vom "gerechten Frieden" grenzt sich gegenüber einem "ungerechten Frieden" ab. Ungerechtigkeit kann aber ihrerseits einen moralischen Grund für Widerstand und Krieg bieten. "Handelt es sich bei der Denkfigur des gerechten Friedens letztlich also doch nur um die alte Lehre vom gerechten Krieg in einer weniger anstößigen Sprache?" - "Ja und Nein" meint der Friedensforscher Dr. Lothar Brock, Professor für Politologie in Frankfurt/M..
Rede am Antikriegstag 2012 in Bremen - von Martin Warnecke, Pastor und Friedensbeauftragter der Bremischen Evangelischen Kirche

''Wer will schon genau wissen, was die Bundeswehr in Afghanistan tut? Wer betet schon abends um Frieden? Viele Menschen in unserem Land haben sich daran gewöhnt, mit dem Krieg zu leben.''
Broschüre der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“

Anfang April hat die „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ eine Argumentationsbroschüre mit guten Gründen gegen den Waffenhandel herausgegeben.
Eine Erinnerung an die Reformierte Friedenserklärung 1982. Von Prof. Dr. Rolf Wischnath

Das "Nein ohne jedes Ja" zu Massenvernichtungswaffen, zu dem sich das Moderamen des Reformierten Bundes 1982 bekannte, wurde zum Slogan der Friedensbewegung und als Aufdruck auf lila Kirchentagstüchern zum Zeichen für den Widerstand gegen die Nachrüstung mit atomaren Waffen in Deutschland. Im Rückblick wirkt die Friedenserklärung mit ihrem Ausruf eines Bekentnnisstandes (status confessionis) der Sprache nach "als ein Dokument von gestern", der "Sache" nach gelte, so Rolf Wischnath, nach wie vor: "Der Mensch sieht den Teufel nicht mehr. Er hat ihn geschluckt. Kriege werden um ihrer selbst willen geführt." (Elias Canetti)
Bekennen in der Friedensfrage. Von Rolf Wischnath (2016).pdf
Materialien der Aktion Sühnezeichen Freidensdienste (ASF)

Materialien für einen Jugendgottesdienst, Prof. Dr. Robert Traba über die Polyphonie der Erinnerung, Flyer mit Infos: Vom 1. September 1939 zum 9. November 1989
Neue Bildungsreferentin im Projekt ''Zivil statt militärisch''

"Zivil statt militärisch" ist ein Projekt der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF). Friedensfachkräfte, die Erfahrungen mit ziviler, gewaltfreier Konfliktbearbeitung im Ausland gemacht haben, berichten von erfolgreichen Projekten. Die Hauptversammlung des Reformierten Bundes empfahl im Juni allen Mitgliedsgemeinden, "sich intensiver mit theologischen Grundlagen, Hintergründen und Methoden ziviler Konfliktbearbeitung auseinander zu setzen und zu Veranstaltungen einzuladen, die dies zum Thema machen". Dafür steht nun die ehemalige Friedensfachkraft Agnes Sander für die Regionen Niedersachsen und Mitteldeutschland als Referentin bereit.
Interview mit Mechthild Gunkel, Friedensbeauftragte des Reformierten Bundes

„Gerade wenn der Bundespräsident aktuell für Auslands-Einsätze wirbt, ist es dringend notwendig, den vermeintlich ausschließlich militärischen Konfliktlösungen zivile Konfliktlösungen entgegenzustellen und dem militärischen Denken Einhalt zu gebieten.“ - Mechthild Gunkel (Februar 2014!)
Tipps zur praktischen Friedensarbeit

Die neue Internetseite www.wie-krieg-ich-frieden.de bietet Informationen zur Friedensarbeit, Stellungnahmen zu aktuellen Krisen und Konflikten, Dokumente zum Herunterladen und Links zu Unterrichtsmaterialien.
Erklärung des Moderamens des Reformierten Bundes zum 70. Jahrestag der US-amerikanischen Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 2015

Zum 70. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima und Nagasaki fordert das Moderamen des Reformierten Bundes die Bundesregierung auf, »sich für den vollständigen Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland stark zu machen«.
ein evangelisches Wort zu Krieg und Frieden in Afghanistan

unterzeichnet von Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann, Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Präses Nikolaus Schneider, stellvertretender Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landessuperintendent Dr. Martin Dutzmann, Evangelischer Militärbischof, Schriftführer Renke Brahms, Friedensbeauftragter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland
 

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