Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Globalisierung

Reformierte nehmen Stellung zur neoliberalen ökonomischen Globalisierung

Das "Nein zur gegenwärtigen Weltwirtschaftsordnung" in Accra 2004 löste auch unter Reformierten in Deutschland eine rege Diskussion aus über wirtschaftliche und soziale Ungerechtigkeit.

Die "Glaubensverpflichtung" in Accra 2004 sagt: "Nein zur gegenwärtigen Weltwirtschaftsordnung, wie sie uns vom globalen neoliberalen Kapitalismus aufgezwungen wird. Nein aber auch zu allen anderen Wirtschaftssystemen, - einschließlich der Modelle absoluter Planwirtschaft, - die Gottes Bund verachten, indem sie die Notleidenden, die Schwächeren und die Schöpfung in ihrer Ganzheit der Fülle des Lebens berauben. Wir weisen jeden Anspruch auf ein wirtschaftliches, politisches und militärisches Imperium zurück, das Gottes Herrschaft über das Leben umzustürzen versucht, und dessen Handeln in Widerspruch zu Gottes gerechter Herrschaft steht."

Die Diskussion über Situationsanalyse, Wortwahl und Theologie des Textes von Accra geht weiter.

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Onlineportal: www.globalisierung21.de

Bielefeld. Mit einem Internetauftritt will die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) die landeskirchenweit angestoßene Diskussion zum Thema Globalisierung auch online begleiten.
Bezeichnung des Neoliberalismus

Der Moderator des Reformierten Bundes, Dr. Peter Bukowski, verteidigt die Charakterisierung des neoliberalen Wirtschaftssystems als "Imperium".
Bericht zur Accra-Nacharbeit des Reformierten Bundes in Deutschland. Von Martina Wasserloos-Strunk

Der Reformierte Bund ist seit 2002 Mitglied bei ATTAC, dem Netzwerk, das sich selbst versteht als „Bildungsbewegung mit Aktionscharakter und Expertise“. Martina Wasserloos-Strunk vertritt als Delegierte den RB bei ATTAC. Diese Arbeit ist Teil der Ausführung der Beschlüsse der Generalversammlung des Reformierten Weltbundes 2004 in Accra.
Von Georg Plasger

Die Erklärung des Reformierten Weltbundes in Accra "Bund für wirtschaftliche und ökologische Gerechtigkeit" aus dem Jahre 2004 hat in These 11 einen Begriff gebraucht, der seither heftig diskutiert wird: Imperium.
Globalisierung: Kompass für Gemeinden und Einrichtungen

Leitfaden zu ökofairem Einkauf hilft aus Dilemma zwischen Sparzwang und Ethik
von Hans-Wilfried Haase

Vortrag auf der Frühjahrssynode der Evangelisch-reformierten Kirche am 30. April 2010 in Emden.
Montag, 14. Juni 2010 in Emden, Johannes a Lasco Bibliothek

Neusel: Auch die Kirche aus der Völkerwelt kann eine Gegengesellschaft gegen das imperiale System werden

Am Montag (14. Juni) hat in der Emder Johannes a Lasco Bibliothek eine Sondersitzung der Gesamtsynode der Evangelisch-reformierten Kirche stattgefunden.
Evangelisch-reformierte Kirche kritisiert mit südafrikanischer Partnerkirche Globalisierung

Die Evangelisch-reformierte Kirche warnt vor den Gefahren des Globalisierungsprozesses. Während einer Sondersitzung verabschiedete die Gesamtsynode gestern in Emden eine Erklärung mit dem Titel "Gemeinsam für eine andere Welt".
Eine Glaubensverpflichtung im Jahr 2004

Auf der 24. Generalversammlung des Reformierten Weltbundes in Accra, Ghana vom 30. Juli bis 13. August 2004 wurde ein "Bekenntnis des Glaubens im Angesicht von wirtschaftlicher Ungerechtigkeit und ökologischer Zerstörung" beschlossen.
Einziger Nord-Süd Dialog zur Erklärung von Accra

Kapstadt. „Gemeinsam für eine andere Welt“ so lautet der Titel eines einzigartigen Projektes der Evangelisch-reformierten Kirche und der Uniting Reformed Church in Southern Africa (URCSA), das in Anwesenheit des anglikanischen Erzbischofs Emeritus Desmond Tutu in der vergangenen Woche Kapstadt der Öffentlichkeit präsentiert wurde.
''Gemeinsam für eine andere Welt''

Die Generalversammlung des Reformierten Weltgemeinschaft (WGRK) hat auf ihrer Tagung in Grand Rapids/USA die Gemeinsame Erklärung der Evangelisch-reformierten Kirche und der Uniting Reformed Church in Southern Africa (URCSA) zu Fragen wirtschaftlicher und ökologischer Gerechtigkeit als eigene „grundlegende Leitlinien“ angenommen.
3. Mose 19, 9.10 - Eine Predigt über Globalisierung, Wohltätigkeit und Umverteilung von Georg Rieger

Wenn du ein Land aberntest, sollst du nicht alles bis an die Ecken deines Feldes abschneiden! - Geht es hier wirklich um Almosen? Ist das ein Aufruf zur Wohltätigkeit?
Eine Erklärung der reformierten Kirchen in Deutschland und Südafrika zur Globalisierung

Die Erklärung entstand in einem drei Jahre dauernden Diskussionsprozess mit der südafrikanischen Partnerkirche Uniting Church of Southern Africa (URCSA) und wird in der reformierten Welt als wegweisend geachtet.
Unterrichtsmaterial für Schule, Jugendarbeit und Konfirmandenunterricht

Die Evangelisch-reformierte Kirche hat eine Arbeitshilfe veröffentlicht, die den Globalisierungsprozess anhand des Handys aufbereitet. Sie trägt den Titel „Die Globalisierung am Ohr. Handy, Kongo und Kommunikation. Was hat mein Handy mit der Welt zu tun?“
Von Dietmar Arends, Leer

Drei Jahre lang haben die Ev.-reformierte Kirche und die Uniting Reformed Church in Southern Africa im Rahmen eines gemeinsamen Projektes zu Fragen der Globalisierung gearbeitet. Dabei entstand eine ganze Fülle von Papieren und Aufsätzen. Einige von ihnen wurden nun in einem zweiten Band mit Aufsätzen aus dem Projekt veröffentlicht.
 

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