Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Der reformierte Psalter

Von Lili Wieruszowski

Im Jahr 1940 erschien im „Kirchenblatt für die reformierte Schweiz“ eine Folge von Aufsätzen zur Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte des reformierten Psalters. Verfasserin war Lili Wieruszowski, eine seit 1933 in Basel lebende deutsche Emigrantin jüdischer Abstammung, von Beruf lutherische Kirchenmusikerin. Die auch heute noch lesenswerte lebendige Darstellung hat der Schweizerische Kirchengesangsbund (SKGB) auf seiner Homepage veröffentlicht, ergänzt mit Anmerkungen aus der neuesten wissenschaftlichen Forschung zum Genfer Psalter.

Der reformierte Psalter. pdf >>>

Im Jahr 1940 erschien im „Kirchenblatt für die reformierte Schweiz“ eine Folge von Aufsätzen, in denen engagiert, kenntnisreich und allgemeinverständlich die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte des reformierten Psalters in ihren wichtigsten Phasen dargestellt wird. Als Verfasserin dieses Überblicks zeichnete Lili Wieruszowski, eine seit 1933 in Basel lebende deutsche Emigrantin jüdischer Abstammung, von Beruf lutherische Kirchenmusikerin, die sich in den Jahren existenzieller Ungewissheit (ohne Aufenthaltsbewilligung und Berufserlaubnis) in die besondere Geschichte des Genfer Psalters vertieft und darin gleichsam eine neue Heimat gefunden hatte. Wieruszowskis lebendige Darstellung ist auch heute (nach bald 70 Jahren) noch lesenwert, auch wenn die Forschung in der Zwischenzeit wichtige Quellen neu zugänglich gemacht und daher manches Detail etwas anders zu sehen und zu bewerten gelehrt hat. Als ein kleines Denkmal für die große Leistung von Lili Wieruszowski (1899–1971) erscheint der Text ihrer damaligen Aufsatzreihe hier in unveränderter Gestalt – einzig ergänzt durch eine Reihe von Anmerkungen, in denen da und dort auch auf die beiden folgenden Sammelbände verwiesen wird, die den aktuellen Wissenstand zum Thema „Genfer Psalter“ repräsentieren:

Eckhard Grunewald, Henning P. Jürgens, Jan R. Luth (Hrsg.): Der Genfer Psalter und seine Rezeption in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden. 16.–18. Jahrhundert. Niemeyer, Tübingen 2004. 498 Seiten (ISBN 3-484-36598-6) [kurz: Grunewald, Rezeption]
Peter Ernst Bernoulli, Frieder Furler (Hrsg.): Der Genfer Psalter – eine Entdeckungsreise. 2., rev. Aufl. TVZ, Zürich 2005. 339 Seiten (ISBN 3-290-17226-0) [kurz: Bernoulli/Furler, Entdeckungsreise]“

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Barbara Schenck
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