Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Gebet zum Antikriegstag am 1. September

von Sylvia Bukowski

Detail einer Briefmarke mit dem Motiv "Nie wieder Krieg!" von Käthe Kollwitz

Du Gott des Friedens,
nach dem letzten Weltkrieg
haben viele geschworen:
Nie wieder Krieg!
Nie wieder Auschwitz!
Aber die Waffen sind dennoch nicht
zum Schweigen gekommen.
Immer noch toben blutige Kämpfe
in vielen Teilen unserer Erde,
und Völkermorde wurden nicht verhindert.
Das Blut der Opfer schreit zum Himmel:
Wie lange noch
soll das Töten weitergehen?
Wie lange noch
soll der Hass
die Seelen vergiften?
Antworte, Gott, und bleib nicht verborgen!
Verhindere, dass wir uns abfinden
mit Gewalt und Unrecht,
und dass wir die Hoffnung verraten,
die wir dir verdanken.
Stärke in allen Völkern
und in allen Religionen
Menschen, die für Entfeindung eintreten,
die gewaltlos für Gerechtigkeit kämpfen,
und die Vielfalt der Schöpfung schützen.
Gott, lass endlich Frieden wachsen
auf unserer Erde!


Sylvia Bukowski, Pfarrerin, Wuppertal
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Rede am Antikriegstag 2012 in Bremen - von Martin Warnecke, Pastor und Friedensbeauftragter der Bremischen Evangelischen Kirche

''Wer will schon genau wissen, was die Bundeswehr in Afghanistan tut? Wer betet schon abends um Frieden? Viele Menschen in unserem Land haben sich daran gewöhnt, mit dem Krieg zu leben.''
Gerechter Friede - Gottes Friede - Friedensverantwortung der Kirche

Materialien der Aktion Sühnezeichen Freidensdienste (ASF)

Materialien für einen Jugendgottesdienst, Prof. Dr. Robert Traba über die Polyphonie der Erinnerung, Flyer mit Infos: Vom 1. September 1939 zum 9. November 1989
 

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